Bewerbung Olympische Winterspiele 2018

2007 - 2011

München hat sich gemeinsam mit Garmisch-Partenkirchen und der Kunsteisbahn Königssee um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 beworben.

Am 6. Juli 2011 hat das Internationale Olympischen Komitee (IOC) auf der Vollversammlung  im südafrikanischen Durban entschieden, dass die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in Südkorea ausgetragen werden.

München hat sich mit einem kompakten Zwei-Park-Konzept beworben, das sich an den Bedürfnissen der Athletinnen und Athleten ausrichtet. Im Eis-Park in München sollten sämtliche Eissportarten stattfinden, im Schnee-Park in Garmisch-Partenkirchen sämtliche Schneesportarten. Komplettiert wurde das Konzept mit der Kunsteisbahn Königssee. Das Besondere an diesem Zwei-Park-Konzept ist die kurze Reisezeit zwischen den Parks und die Kompaktheit innerhalb der beiden Parks. In beiden Parks wären sämtliche Wettkampf- und Nichtwettkampfstätten so nah beieinander gelegen, dass sie innerhalb kurzer Zeit zu erreichen gewesen wären. Das wäre allen Beteiligten, Athleten, Zuschauern und vor allem der Olympischen Idee entgegen gekommen.

Das Gesamtkonzept von München 2018 war außerdem geprägt vom Gedanken an Nachhaltigkeit und an ein echtes Olympisches Erbe. Deshalb hätten viele Wettkämpfe in bereits bestehenden Sportstätten stattgefunden. So wäre beispielsweise der Olympiapark München nach den Olympischen Sommerspielen im Jahr 1972 noch einmal ein zentraler Bestandteil Olympischer Spiele gewesen. Damit hätte München die weltweit einmalige Chance gehabt, ein großartiges Kapitel Nachhaltigkeit zu schreiben: Die Nutzung Olympischer Sportstätten für Sommer- wie Winterspiele.

Darüber hinaus hätte die Erweiterung und Modernisierung des Olympiaparks im Rahmen von München 2018 weitere 40 Jahre Nachnutzung garantiert. 80 Jahre Olympisches Erbe - das wäre ein einzigartiges Zeichen der Nachhaltigkeit von Olympischen Spielen und ein großer Gewinn für das sportliche und kulturelle Leben der Stadt München gewesen.

Neben der nachhaltigen Nutzung der Wettkampfstätten zeugte auch das innovative Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept von diesem Gedanken. Mit Hilfe von 18 Umwelt-Leitprojekten war es das Ziel der Münchner Bewerbung, die ersten klimaneutralen Spiele in der Olympischen Geschichte auszurichten.

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude am 6. Juli 2011: „Ich gratuliere Pyeongchang und wünsche viel Erfolg bei der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Natürlich bin ich traurig, dass die Entscheidung nun nicht zu unseren Gunsten ausgefallen ist. Ich bin aber überzeugt, dass wir eine starke Bewerbung abgegeben haben, für die uns das IOC in seinem Evaluierungsbericht ja auch ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt hatte. Es war eine tolle Teamleistung, für die ich mich bei allen, die unsere Bewerbung unterstützt haben, ganz herzlich bedanken möchte. Auch wenn wir nicht den Zuschlag erhalten haben, so hat München doch allein durch die Bewerbung viele Sympathiepunkte weltweit sammeln können – eine großartige Werbe- und Imagekampagne für unsere Stadt!“