Das visuelle Erscheinungsbild

Bereits unmittelbar nach der Gründung des OK im Juli 1966 stellte der Vorstand fest, dass eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Darstellung der kommenden Spiele der XX. Olympiade ein einheitliches, aber auch in ihrer Vielfalt alle Besucher ansprechendes visuelles Erscheinungsbild der Olympiastadt München mit all ihren Einrichtungen sein musste.

Deshalb beschloss es auf seiner zweiten Sitzung am 17. Juli 1966, wegen der Problematik des visuellen Erscheinungsbildes der Spiele mit der Hochschule für Gestaltung in Ulm, im besonderen mit deren Leiter Professor Otl Aicher, zusammenzuarbeiten.

Am 2. Dezember 1966, auf seiner vierten Sitzung, fasste der Vorstand des OK auf Grund des Ergebnissen der bisherigen Beratungen seine Erkenntnisse über das visuelle Erscheinungsbild der Olympischen Spiele wie folgt zusammen:

  • Die Spiele sollen im Bezug auf ihren äußeren Zuschnitt nicht bombastisch werden, aber doch einen liebevoll-festlichen Rahmen von hohem künstlerischen Niveau haben. Das bedeutet, dass sie auch hinsichtlich der Information und Kommunikation vorbildlich organisiert sein müssen.
  • Es ist der Versuch zu machen, die zu erwartende Flut an Werbemitteln aufzufangen und zu kompensieren - möglicherweise mit der Vergabe von Lizenzen - und gegebenenfalls finanziell zu nutzen.
  • Die kulturelle Bedeutung der Olympischen Spiele von München wird durch ein nicht uniformes, aber harmonisches und künstlerisch bemerkenswertes Erscheinungsbild unterstrichen, bzw. besonders hervorgehoben.

Der "Waldi", das offizielle Maskottchen der Spiele






Auch die Kleidung des Personals, der Sportler, sogar der Polizisten wurden im Konzept erstmals vorgegeben