Das Geschäftsjahr 2024 war für die Olympiapark München GmbH (OMG) erneut ein äußerst erfolgreiches Jahr. Der Jahresüberschuss i. H. v. 7,0 Mio.€ stieg um rund 1,9 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (5,1 Mio.€). Die deutliche Steigerung des Jahresergebnisses resultierte insbesondere aus Großveranstaltungen wie den zehn Open-Air-Konzerten, der UEFA EURO Fan Zone, der Handball-Europameisterschaft und des Musikfestival Superbloom sowie sinkenden Energieaufwendungen. Die sanierungsbedingte Turmschließung seit Juni 2024 hat die Erlöse und Gästezahlen im Freizeit- und Tourismusbereich hingegen negativ beeinflusst. Für das Berichtsjahr wurde im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft eine Umsatzpacht i. H. v. 2,68 Mio.€ an die Landeshauptstadt München gezahlt.
Die Umsätze stiegen auf Gesamtbetriebsebene um 3,0 Mio.€ (+8%) auf 39,4 Mio.€ (Vorjahr 36,4 Mio.€), was im Wesentlichen auf die Handball-EM 2024 (Umsatz 1,4 Mio.€) und eine Vielzahl von gut verkauften Konzerten und Events in der Olympiahalle sowie die UEFA EURO Fan Zone zurückzuführen ist. Die Umsätze der „Kern-OMG“ – ohne die Eishallen, das Leistungszentrum München für Rudern und Kanu (LZM) und den Olympiastützpunkt Bayern (OSP) – stiegen um 2,8 Mio.€ auf 37,2 Mio.€. Die größten Umsatzzuwächse konnten vor allem in den Bereichen Olympiahalle (+3,2 Mio.€; +38%) und Außenanlagen (+2,8 Mio.€; +46%) erzielt werden. Dagegen gingen die Erlöse durch die sanierungsbedingte Schließung im Bereich des Olympiaturms um 3,2 Mio.€ deutlich zurück.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf Gesamtbetriebsebene von 12,8 Mio.€ um 4,0 Mio.€ auf 16,8 Mio.€. Der Anstieg ist primär auf die Fan Zone und das Public Viewing im Olympiastadion zurückzuführen (+6,1 Mio.€). In den übrigen Bereichen sanken die Erträge um 2,1 Mio.€.
Der Gesamtaufwand (inkl. Finanzergebnis und Steuern) stieg auf Gesamtbetriebsebene um 5,6 Mio.€ auf 49,9 Mio.€, unter anderem durch die Großveranstaltungen Fan Zone und die Handball-Europameisterschaft sowie die Tarifsteigerung der Personalkosten. Die Kern-OMG verzeichnete auslastungsbedingt einen Anstieg um 6,7 Mio.€ auf 38,3 Mio.€.
Der Materialaufwand verzeichnete gesamtbetrieblich einen Anstieg i. H. v. 3,0 Mio.€ auf 25,8 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (22,7 Mio.€), was primär auf die Handball-EM in der Olympiahalle, die UEFA EURO Fan Zone und das Public Viewing im Olympiastadion begründet ist. Sinkende Stromkosten und ein neuer Stromvertrag reduzierten die Energie-Kosten bei der Kern-OMG im Vergleich zum Vorjahr um 2 Mio.€. Gleichzeitig stiegen mit der hohen Veranstaltungsdichte die Ausgaben für die bezogenen Leistungen um 5,7 Mio.€. Dazu trugen eine höhere Umsatzpacht an die LHM i. H. v. 0,3 Mio.€ und höhere Kosten für Fremdpersonal, Fremdleistungen sowie Gagen und Honorare bei.
Der Personalaufwand stieg insgesamt von 11,7 Mio.€ um 1,3 Mio.€ auf 13,0 Mio.€. Die Kern-OMG registrierte einen Zuwachs i. H. v. ca. 1,2 Mio.€, während unter anderem die Bereiche OSP und die beiden Betriebe gewerblicher Art, Eishallen sowie LZM, zusammen eine Steigerung i. H. v. ca. 0,1 Mio.€ aufwiesen.
Grund des höheren Personalaufwands ist im Wesentlichen die Tariferhöhung um 200,00€ zzgl. 5,5% auf das Tabellenentgelt seit 01.03.2024. Darüber hinaus waren bei der OMG Stellen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und IT neu zu besetzen. Während der Personalaufwand für die Bereiche OSP um 0,1 Mio.€ und LZM um ca. 0,2 Mio.€ stieg, ging dieser für die Eishallen auf Grund von Stellenreduzierungen um 0,1 Mio.€ zurück. Der Personalaufwand beim OSP ist durch Bezuschussung, beim LZM und den Eishallen durch Weiterbelastung an die LH München, ergebnisneutral.
Der Gesamtbetrag der Abschreibungen inkl. derer auf Geringwertige Wirtschaftsgüter betrug 511 T€. (Anstieg Vergleich Vorjahr +116 T€ bzw. +29%).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. neutraler Aufwendungen) stiegen auf gesamtbetrieblicher Ebene auslastungsbedingt um 0,6 Mio.€ auf 9,4 Mio.€. Die Aufwendungen beim Olympiastützpunkt Bayern (OSP) verringerten sich um 0,5 Mio.€ auf 4,4 Mio.€.
Das Finanzergebnis erhöhte sich um 0,5 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (+459 T€). Der Anstieg war vor allem durch eine Erhöhung der Zinserträge i. H. v. 0,5 Mio.€. begründet.
Die im Jahr 2024 geplanten Investitionen (1.763 T€, ohne Eishallen, LZM und OSP) mussten auf Grund der durch die Haushaltssituation der Landeshauptstadt München gekürzten Investitionsmittel auf 618 T€ reduziert und ein Teil dringend notwendiger Beschaffungen aus Eigenmitteln finanziert werden.