Das Geschäftsjahr 2025 war für die Olympiapark München GmbH (OMG) mit einem Jahresüberschuss i. H. v. 1,9 Mio.€ ein positives Jahr. Die deutliche Minderung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr (7,0 Mio.€) resultierte insbesondere aus der sanierungsbedingten ganzjährigen Schließung des Olympiaturms sowie nur zwei Open-Air-Konzerten, davon je eines im Olympiastadion und in der Allianz-Arena. Mit einem außergewöhnlichen Ergebnisbeitrag von rund 3,7 Mio.€ erzielte die Olympiahalle eine Steigerung von 2,2 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr. Auch die Außenanlagen verzeichneten durch Veranstaltungen wie dem Fan Festival zum Champions League Finale 2025 und dem Biathlonevent LoopOne Festival ein positives Ergebnis. Für das Berichtsjahr wurde im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft von der OMG eine Umsatzpacht i. H. v. 2,2 Mio.€ an die Landeshauptstadt München gezahlt.
Die Umsätze reduzierten sich auf Gesamtbetriebsebene um 7,9 Mio.€ (-20%) auf 31,5 Mio.€ (Vorjahr 39,4 Mio.€). Die Umsätze der „Kern-OMG“ – ohne das Olympia-Actionsportzentrum (OASZ/MAP), ehemals Olympia-Eissportzentrum (OESZ), das Leistungszentrum München für Rudern und Kanu (LZM) und den Olympiastützpunkt Bayern (OSP) – sanken um 7,8 Mio.€ auf 29,4 Mio.€. Allein durch die sanierungsbedingte Schließung des Olympiaturms und die geringe Anzahl von Open-Airs verringerten sich die Umsätze um rund 5 Mio.€.
Den größten Umsatzzuwachs konnte die Olympiahalle (+2,2 Mio.€; +23%) erzielen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf Gesamtbetriebsebene von 16,8 Mio.€ um 5,4 Mio.€ auf 11,4 Mio.€ zurück. Gründe waren das Fehlen der Vorjahres-Veranstaltung UEFA EURO Fan Zone und Public Viewing sowie der Sondereffekt aus den umsatzsteuerlichen Korrekturen von Erlösen im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2025 enthalten die Sonstigen Betrieblichen Erträge Mittel für die Veranstaltung Fan Festival zum Champions League Finale 2025 und die Bewerbung der Landeshauptstadt München für Olympia 2036/2040/2044.
Der Gesamtaufwand (inkl. Finanzergebnis und Steuern) sank auf Gesamtbetriebsebene um 8,6 Mio.€ auf 41,3 Mio.€ und auf Ebene der Kern-OMG um 6,2 Mio.€ auf 32,1 Mio.€. Der Rückgang kommt vor allem durch fehlende Sportgroßveranstaltungen und weniger Open-Air-Konzerte sowie kleinere Effekte wie geringere Altersteilzeitkosten, Abschreibungen und Zinserträge zustande.
Der Materialaufwand verzeichnete gesamtbetrieblich einen Rückgang i. H. v. 7,4 Mio.€ auf 18,3 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (25,8 Mio.€). Das ist primär auf fehlende Veranstaltungen wie die Handball-EM, die UEFA EURO Fan Zone und das Public Viewing im Vorjahr sowie Open-Air-Konzerte zurückzuführen. Sinkende Stromkosten reduzierten die Energie-Kosten bei der Kern-OMG im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio.€. Auch die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gingen um 0,6 Mio.€ zurück. Außerdem sanken die Ausgaben für die bezogenen Leistungen um 6,7 Mio.€. Die Umsatzpachtzahlung der OMG an die LHM verringerte sich um 0,5 Mio.€ auf 2,2 Mio.€.
Der Personalaufwand von insgesamt von 12,9 Mio.€ lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres (13,0 Mio.€). Der Rückgang bei der Kern-OMG ergab sich unter anderem durch geringere Altersteilzeitkosten. So konnten Tariferhöhungen und wachsende Sozialausgaben weitgehend ausgeglichen werden.
Der Personalaufwand für die Bereiche OSP, LZM und OASZ/MAP ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Der Personalaufwand beim OSP (in Trägerschaft der OMG) ist durch Bezuschussung des Bundes sowie beim LZM und OASZ/MAP durch Weiterbelastung an die Landeshauptstadt München aufgrund von Geschäftsbesorgungsverträgen ergebnisneutral.
Der Gesamtbetrag der Abschreibungen inklusive derer auf Geringwertige Wirtschaftsgüter betrug 588 T€. (Rückgang um 77 T€ im Vergleich zum Vorjahr).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inklusive neutraler Aufwendungen) sanken auf gesamtbetrieblicher Ebene auslastungsbedingt um 0,5 Mio.€ (-5%). Die Aufwendungen beim OSP erhöhten sich um 0,2 Mio.€ und in der Kern-OMG um etwa 0,7 Mio.€ vor allem durch den Mehraufwand der Anschlusskosten von rund 0,5 Mio.€ im Bereich SAP Garden. Die Aufwendungen für die European Championships (EC 2022) sind um 1,4 Mio.€ gesunken.
Das Finanzergebnis ging um 0,9 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr auf etwa -0,2 Mio.€ zurück. Die Zinserträge sanken um 0,1 Mio.€, während die Abschreibungen auf Finanzanlagen um 0,8 Mio.€ stiegen.
Aufgrund der prekären Haushaltssituation der Landeshauptstadt reduzierte die Gesellschafterin ihre Investitionsmittelzuschüsse erheblich. So wurden für 2025 lediglich 477 T€ Investitionsmittel an die OMG gezahlt. Die OMG musste deshalb auf einen Teil der für 2025 vorgesehenen Investitionen (800 T€; ohne OASZ/MAP, LZM und OSP) verzichten.
Ab dem Jahr 2026 wird die OMG sämtliche Investitionen aus Eigenmitteln finanzieren.