Do 11.12. - So 14.12.2008

NOKIA Night of the Proms

Robin Gibb, Tears For Fears, Kim Wilde und 10cc kommen klassisch.

Nachdem nun mit Kim Wilde der letzte Neuzugang im Line-up der diesjährigen Tournee feststeht, können sich die Fans des beliebten vorweihnachtlichen Musikspektakels auf ein ganz besonderes Proms-Jahr freuen. Robin Gibb, Sänger der legendären Bee Gees, Tears For Fears, Kim Wilde, 10cc und Dennis DeYoung geben sich diesmal auf der riesigen Wanderbühne mit der gigantischen Lightshow die Ehre - flankiert von dem überwältigend komischen Duo Igudesman & Joo, gesanglich meisterlich durch den Abend begleitet von den Angels in Harlem Gospel Choir.

Die Nokia Night Of The Proms wird auch in diesem Jahr eine exzellente Mischung aus populären Klassikern und klassischen Pophymnen präsentieren. Dabei gelingt dem Sinfonieorchester Il Novecento unter der Leitung von Robert Groslot mühelos der Brückenschlag zwischen den unterschiedlichsten Musikgenres. 2008 geht die Reise von der Klassik über Rock und Pop der Eighties bis zum Dicosound der 70er. Unter dem Motto "Klassik trifft Pop“ beweist der Veranstalter, dass klassische Musik auch außerhalb der klassischen Konventionen in einer Weise dargeboten werden kann, die in dieser Form so ungewöhnlich wie einmalig ist. Unterstützt durch eine spektakuläre Lichtshow und Großprojektionen wird die dreistündige Show zum audiovisuellen Happening. Den traditionellen Part des Chores „Fine Fleur“ übernimmt dieses Jahr der Angels in Harlem Gospel Choir und verpasst der Tournee nicht nur eine völlig neue Klangfarbe, sondern auch eine komplett neue Bühnenoptik. Wie bereits 1996 und 2000 muss die „Proms“ dieses Jahr auf „Mister Music“ John Miles als musikalischen Direktor verzichten, da dieser an Tina Turner ausgeliehen wurde. An seine Stelle tritt 2008 Dennis DeYoung, ehemaliger Sänger, Keyboarder und Mastermind der 80er-Legende Styx, deren Songs „Mr. Roboto“ oder „Boat On The River“ noch heute zum Radio-Standardrepertoire gehören. Bereits in den Sechzigern schrieben die Bee Gees alias Barry, Maurice und Robin Gibb Musikgeschichte mit großartigen Songs wie „To Love Somebody“ oder „Massachusetts“. Und wie kaum eine andere Band prägten die Wahlaustralier mit ihrem Falsettgesang den Discosound der Siebziger: Unter glitzernden Diskokugeln imitierte eine ganze Generation junger schwitzender Männer die schwindlig machenden Pirouetten des John Travolta in „Saturday Night Fever“. „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees lieferte dazu die pulsierenden Beats. Robin Gibb wanderte immer wieder erfolgreich auf Solowegen: Mit „Saved By The Bell“ gelang im 1969 ein großer Wurf, 1983 landete er mit „Juliet“ auf Platz eins der deutschen Charts. Lasst es uns laut hinausschreien: Tears For Fears sind mit auf Tour. Und wer in den Achtzigern seine musikalischen Weihen erfuhr, kann sie auswendig mitsingen, die zeitlosen Popjuwelen von „Shout“ bis „Everybody Wants To Rule The World“. Für die Franzosen ist sie die „Brigitte Bardot of Rock“, für ihre deutschen Fans heute noch das aufregendste Glamour-Girl der Eighties: Kim Wilde komplettiert neben Robin Gibb von den Bee Gees, Tears For Fears, 10cc und Dennis DeYoung die Besetzungsliste der 2008er Tournee. Die blonde Sängerin mit der strahlenden Stimme ist eine der schillerndsten Ikonen der Popmusik. Ihre Megahits wie „Kids In America“ und „Cambodia“ werden auch mit sinfonischer Begleitung in den Arenen der Proms einheizen. Kim Wilde hat es im Laufe ihrer Karriere auf weltweit 14 Nummer-eins-Hits sowie knapp 50 Top-Five-Hits gebracht. Mit zehn Millionen verkauften Alben und 20 Millionen verkauften Singles avancierte sie zur erfolgreichsten britischen Solokünstlerin unserer Zeit. „I’m Not In Love“ gestanden 10cc in einem ihrer Nummer-Eins-Hits. Die Band aus Manchester startete Anfang der Siebziger ihre Karriere. Bis in die Achtziger produzierten sie unzählige Hits, unter anderem die Reggae-Hymne „Dreadlock Holiday“. Gründungsmitglied und Mastermind Graham Gouldman komponierte ebenso für andere Musiker Hits wie "For Your Love" für die Yardbirds, "Bus Stop" für die Hollies und "No Milk Today" für Herman's Hermits. In den 80er Jahren war Gouldman Mitglied des Pop-Duos Wax. Igudesman & Joo sind der musizierende Beweis: Zwischen E und U gibt es keine Grenzen, sondern fließende Übergänge und urkomische Wahlverwandtschaften. Dafür greifen sie mitunter zu schrägen Mitteln: Statt filigranem Fingerspiel versucht sich Pianist Richard Hyung-Ki Joo am akkuraten Handkantenschlag auf die Tasten. Währenddessen vollführt Aleksey Igudesman sockig und in kurzen blauen Hosen zu den irischen Klängen seiner Violine einen Riverdance. Die Musikkomiker begeistern seit 2004 mit ihrem Programm „A Little Nightmare Music“ auf weltweiten Tourneen. In diesem Jahr zeigt das Duo auf der Proms-Bühne, dass man mit einem Milchaufschäumer wunderbar Geige spielen kann und Rachmaninovs Hände für Pianist Joo einfach eine Nummer zu groß sind.
Dez
11
20:00 Uhr
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