Herausforderungen und neue Attraktionen

Dass die Besucherzahlen bei den Freizeit- und Tourismuseinrichtungen 2025 zurückgehen würden, war zu erwarten. Immerhin fiel der Olympiaturm als touristische Attraktion wegen Sanierung das ganze Jahr und das Olympiastadion ab September als Destination von zehntausenden Tourist:innen aus. Trotzdem zeigte sich dieser Geschäftsbereich der OMG zumindest noch im Jahr 2025 recht resilient. Statt 1,4 Mio. Besucher:innen konnten 1,2 Mio. verbucht werden. Dass der Rückgang in Anbetracht der schwierigen Situation relativ moderat ausfiel, ist vor allem neuen Attraktionen, guten Ideen und einer intensiven Bewerbung der Einrichtungen zu verdanken.

Den größten Wandel erlebte im Berichtsjahr das ehemalige Olympia-Eissportzentrum hin zum Olympia-Actionsportzentrum. Bereits 2023 und 2024 hatte der Stadtrat das Konzept zur sportlichen Zwischennutzung der Trainingshalle und des Olympia-Eisstadions beschlossen. Noch bevor die Umbauten dazu begonnen, wurde die Trainingshalle kurzfristig bis Anfang Februar sehr zur Freude der Community als Roller-Arena genutzt. Am 9. Dezember schließlich konnte Oberbürgermeister Dieter Reiter die erste Halle des neuen Munich Action Parks (MAP) eröffnen. Seither werden dort mit sehr großem Erfolg auf ca. 2.000 Quadratmetern die Sportarten Bouldern, Calisthenics, Ninja Warrior und Parkour angeboten. Zudem gibt es ein Bistro und einen Kinderbereich. Im nächsten Schritt wird auch das Eisstadion auf weiteren 2.000 Quadratmetern zur Heimat des Actionsports: mit Skateboard Bowl und Halfpipe, Dirtbike BMX und Jumpline, Mountainbike, 3x3 Basketball, Streetdance, Rollerdisco und anderen Angeboten. Zusammen bietet die Landeshauptstadt München und die OMG dann eine der größten Indoor-Actionsporthallen Europas.

Um bis zum Beginn der MAP-Umbaumaßnahmen im Olympia-Eisstadion den Leerstand so gering wie möglich zu halten, diente die Halle im Berichtsjahr zwei Monate lang dem Deutschen Alpenverein (DAV) im Rahmen der Boulder-Month als Trainings- und Veranstaltungsstätte. Zum anderen wurde später eine Miniramp für BMX und Skateboard installiert, die sehr gut angenommen wurde.

Wieder gestiegen sind die Besuche in der SoccArena. Hier haben sich der neue Bodenbelag und Banden sowie die optimierte Anordnung der Courts bewährt. Das Feedback der Kund:innen zu den modernen Spielfeldern war durchweg positiv.

Um den durch die Stadionsanierung bedingten Wegfall der beliebten und schwer zu ersetzenden Zeltdach- und Stadion-Touren etwas entgegenzusetzen, wurde das Führungsprogramm neu aufgelegt. Auf dem Programm des Besucherservices stehen seit September, die Waldi- und Architek-Tour. Ergänzt wurde das Programm von der Skylift-Tour.

Der Skylift wurde als alternativer, temporärer Aussichtsturm im August vor dem Olympia-Actionsportzentrum eröffnet. Insgesamt vier Gondeln bringen die Besucher:innen auf eine Höhe von 70 Metern. Von dort können sie bis zur Wiedereröffnung des Olympiaturms einen 360-Grad-Rundumblick auf den Olympiapark, auf die Stadt und das Münchner Umland genießen.

Schon zu Beginn des Berichtsjahres konnte der Mental Fit Pfad auf der Halbinsel für die Öffentlichkeit freigegeben werden. In einfacher spielerischer Form werden dort vor allem Kindern und Jugendlichen an acht Stationen Tipps für den Umgang mit mentalen Problemen sowie sportliche Übungen per QR-Code vermittelt.

Die Besucherzahlen der Fremdbetriebe wie die Olympia-Schwimmhalle, das Großaquarium Sea Life, die Tennis- und Minigolfanlage blieben 2025 in etwa konstant. Sehr gut besucht wurde auch der öffentliche Eislauf im SAP Garden.